Alte Landwehr Lüneburg Baudenkmal

Adresse: Landwehrweg 23, 21339 Lüneburg.
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Durchschnittliche Meinung: 4/5.

Alte Landwehr Lüneburg Baudenkmal Landwehrweg 23, 21339 Lüneburg

Das Alte Landwehr Lüneburg Baudenkmal ist ein historischer Ort mit einer faszinierenden Geschichte, der sich im Norden von Lüneburg befindet. Besucher schätzen die Möglichkeit, einen Einblick in die Vergangenheit zu gewinnen und die Anlage zu erkunden.

  • Ein interessanter Ort mit einer alten Geschichte. Quelle: Erich Hessing

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Alte LandwehrLüneburg Baudenkmal befindet sichin Landwehrweg 23, 21339Lüneburg.
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Alte Landwehr Lüneburg Baudenkmal - Lüneburg
5/5

Ein interessanter Ort mit einer alten Geschichte... Quelle: Erich Hessing Wer von denen, die heute mit dem Auto auf bequemen Straßen durch die Heidelandschaft rollen, macht sich schon ein Bild davon, unter welchen Schwierigkeiten sich einmal in früheren Jahrhunderten der Überlandverkehr abgespielt hat! Hier und da im Gelände rings um Lüneburg finden sich noch die Spuren der mittelalterlichen Fahrwege. Sternförmig führten damals etwa ein Dutzend Straßen von und nach Lüneburg. Es waren ungepflasterte Wege durch Wald und Heide, oft im übelsten Zustand. Die schwerbeladenen einachsigen Planwagen, besser ,,Karren" genannt, mußten sich durch Sand, Lehm und Morast quälen, gezogen von drei, vier oder auch noch mehr Pferden. War eine Wagenspur zu tief ausgefahren, wurde daneben eine neue begonnen. Bäche und Gräben wurden auf einigermaßen geländegängigen Furten überwunden. Bei diesem Zustand der Wege waren Wagenpannen unvermeidlich - und das Gewerbe der Wagenschmiede, die gleich am Stadttor ihre Werkstätten hatten, blühte über die Jahrhunderte hinweg. Noch um 1800 berichtet ein Kaufmann, daß seine Wagenkolonne auf 36 Meilen (: 250 km) nicht weniger als 25 zerbrochene Wagenräder aufzuweisen gehabt habe - und das galt als normal. Damals hatte sich, etwa seit der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, schon der vierrädrige Frachtwagen durchgesetzt. Hinzu kamen die Bedrohungen durch Buschklepper und Raubritter. Man fuhr deshalb gern in förmlichen Geleitzügen von etwa zwanzig Frachwvagen, die von zahlreichen Reisigen und bewaffneten Fußknechten bewacht wurden. Nicht jeder reisende Kaufmann, der damals nach Lüneburg kam, tat dies aus freien StÜcken. Denn die Salzstadt an der llmenau besaß seit dem Jahre 1392 das ihr von den Landesherren gegen klingende Münze verliehene Stapelrecht. Dies bedeutete, daß in einem weiten Umkreis um Lüneburg herum jeder, der mit Waren unterwegs war, diese zunächst nach Lüneburg zu bringen und dort zu ,,stapeln", d. h. zum Verkauf anzubieten hatte, bevor er sie weiterbefördern durfte. Das wurde von vielen als Verlust an Zeit und Geld nur unwillig ertragen. Um die fremden Kaufleute an der,,Ummefahrt" um Lüneburg zu hindern, ging der Rat zwischen 1397 und 1406 daran, rings um Lüneburg, etwa vier Kilometer von den Stadttoren entfernt, eine Landwehr anzulegen: dicht bepflanzte, unpassierbare Erdwälle, mehrfach hintereinander, mit zwei Meter tiefen Wassergräben dazwischen. Die ganze Anlage war im Schnitt nahe an 50 Meter breit und hatte nur wenige, leicht zu kontrollierende Durchlässe. Dort, wo Wasserläufe zur Verfügung standen, wurden sie aufgestaut und erfüllten so den gleichen Zweck. An einer ganzen Reihe von Stellen des Landkreises läßt sich die bald 600 Jahre alte Anlage heute noch feststellen. Für den Fußgänger oder Radfahrer führen heute schattige Wege an ihr entlang. An der llmenau bei der Goseburg beginnend, führte die Landwehr zunächst südlich von Bardowick westwärts bis in die Gegend von Vögelsen. Hier knickte sie nach Süden ab und führte westlich an Reppenstedt vorbei bis zum Hasenburger Bach. Von da an verlief sie an dem aufgestauten Wasser entlang bis zur Roten Schleuse an der llmenau.

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